Mittwoch, 27. Februar 2008

Techniker-Besuch beim Haus des Waldes (7. Klassen)

Exkursion der Technik-SchülerInnen der Klassenstufe 7 am Mittwoch, den 20.02.2008 zum Haus des Waldes in Stuttgart-Degerloch

Weil wir etwas über den Werkstoff Holz und Entstehung der der daraus gemachten Dinge erfahren wollten, sind wir mit unseren Techniklehrern in das Haus des Waldes (Waldau in Degerloch) gefahren.
Es gab mehrere Stationen und wir wurden in Gruppen aufgeteilt, in denen wir zum ersten alte schiefgewachsene oder kaputte Bäume absägen konnten, damit eine neue Generation Bäume gut wachsen kann.
Dann gab es eine Stelle an der wir kleine Pflänzchen umgepflanzt haben: An Stellen, an denen sie ohne Behinderung durch andere größere Bäume wachsen können.
Dann gab es noch die Stelle an der wir Äste an Bäumen, die schief wuchsen, abgesägt haben ("Wertästen").

Das war sehr lehrreich und informativ.

Anschließend haben wir noch ein Feuer an einer Grillstelle gemacht und unsere mitgebrachten Würstchen gegrillt und Stockbrot gebacken.

(Das Feuer haben wir mit „organischen Mitteln“ gelöscht (nur die Jungs konnten löschen ;-)

Felix Kochon, 7d

" M'r muass halt au selber was macha". Besuch in einer Altenwohnanlage

Am Dienstag, 26.Februar 2008, besuchte die Ethikgruppe der Klassen 10a und 10e mit Herrn Dreher die Altenwohnanlage Hans Rehn Stiftung in Stuttgart Rohr. Innerhalb der Unterrichtseinheit in Ethik "Altern - Sterben - Tod" wollten wir uns sozusagen "vor Ort" einmal kundig machen.

Wir wurden vom Leiter der Wohnanlage,Herrn Eckstein, empfangen, der uns zu einer Gesprächsrunde im Foyer bat. Eine Flut von Informationen war zunächst zu verarbeiten: Betreutes Wohnen - Pflegestufen - medizinischer Dienst - durchschnittliche Verweildauer im Heim -Sitzwache - Stiftung - Tiertherapie für alte Menschen - Pflegeversicherung - Heimkosten - durchschnittliche Auslastung des Heimes - Vorgehen bei Todesfällen -Wartelisten - Küche und Mahlzeiten -Zusammenleben im Heim. Geduldig ging Herr Eckstein auf unsere Fragen ein und erläuterte immer wieder an Beispielen die Probleme rund um das Thema " Altern ".

Mit einer Gehhilfe tauchte dann Frau Sauter auf, eine 91 jährige Dame, die uns schon einige Zeit in einem anderen Raum des Hauses gesucht hatte. Nachdem wir sie begrüßt hatten, beantwortete auch sie unsere Fragen.

Frau Sauter hält sich mit Sitzgymnastik, Zeitunglesen, Rätsellösen und Gedächtnistraining fit. Sie ist seit einem Jahr im Heim und bedauert, dass sie nicht mehr selbstständig sein kann. Das Leben hier sei zwar angenehm, aber sie fühle sich schon etwas entmündigt. Kontakt mit anderen Heimbewohnern aufzunehmen sei schwierig, jeder lebe halt so vor sich hin. Sie plädierte dafür, dass man alte Menschen so lange als möglich zur Selbsttätigkeit ermuntern soll, dass sie zum Beispiel selbstständig essen und sich nicht aus Bequemlichkeit füttern lassen. Zum Tod hat sie ein selbstverständliches Verhältnis, wenn das Alter da ist, sei er zu akzeptieren, von Kranken und Leidenden werde er oft als Erlösung erfleht. Man müsse eben auch loslassen können. Frau Sauter, die nur schwer gehen kann, ist geistig absolut rege und fit mit ihren 91 Jahren, der Schmerz über das "verlorene Leben draußen" ist stark zu spüren. Frau Sauter beeindruckte uns alle total.

Das Heim bildet aus zum AltenpflegerIn , der die Mittlere Reife voraussetzt, ebenso zur examinierten Pflegefachkraft. Man kann hier den Zivildienst ableisten, außerdem,wenn man nach der Schule noch unsicher ist, was man machen soll, ein freiwilliges soziales Jahr. Zum Schluss sei noch angemerkt, dass eine Gruppe von 5 bis 6 Schülern der Klassenstufe 9 und 10 am Hegelgymnasium in Vaihingen jeden Monat ein Mal eine Gruppe abholt, wobei Autos und Fahrer vom Heim gestellt werden, und mit den alten Menschen einen Ausflug macht, z.Bsp. in die Wilhelma nach Stuttagrt usw. Eine wahres "soziales Engagement"! Dies wäre sicher auch für uns überlegenswert und nachahmenswert.

Ethikgruppe Klassen 10 und und 10e

Freitag, 15. Februar 2008

Was ist los mit den SchülerInnen??---Valentinsdisco ausgefallen

Wie jedes Jahr sollte auch im Jahr 2008 die traditionelle Valentinsdisco stattfinden. Diese war für den Valentinstag am 14. Februar geplant. Die SMV und die Verbindungslehrer organisierten und bereiteten die Disco wochenlang vor, um daraus wieder ein großes Spektakel zu machen. Dennoch musste die Disco ganz kurzfristig am 14. Februar in der zweiten großen Pause abgesagt werden, da zu wenig Interesse von den SchülerInnen vorhanden war....................

So stellt sich also die Frage, ob nur zu wenig Werbung gemacht worden war oder ob die Schüler sich im Laufe der Jahre so verändert haben, dass sie an einer Disco in der Schule nicht mehr interessiert sind. Vor allem in der Oberstufe war der Andrang nach Karten äußerst gering. Da die Werbeplakate überwiegend im Altbau aushingen, bekamen viele der Schüler der Oberstufe nichts davon mit,da sie sich fast nur im Neubau aufhalten. Doch wäre es anders verlaufen,wenn im Neubau mehr Plakate vorhanden gewesen wären? Wahrscheinlich nicht. Viele der 8. bis 10.Klässler sehen eine Schuldisco als Kinderveranstaltung, da die 5. bis 7.Klässler meistens sehr zahlreich erscheinen und deshalb das Programm und die Moderation auf sie abgestimmt wird. Auch wenn die Party für die Unterstufe um 20 Uhr beendet ist, fängt für die Oberstufe der Spaß nicht automatisch zu dieser Zeit an.

Darüberhinaus, und dies ist ein Problem und wird auch weiterhin eines bleiben, wollen viele Schüler der Klassen 8 bis 10 Alkohol und Zigaretten konsumieren, was aber an der Schule strengstens verboten ist. Deshalb würden sowieso viele die meiste Zeit draußen auf dem Pausenhof verbringen, um rauchen zu können. Oder aber sie kommen gleich von Anfang an alkoholisiert zur Disco.

Ein weiteres Problem ist die Musik. Da die "Musikgeschmäcker" zu verschieden sind, kann man sich kaum auf eine Musikrichtung einigen. Außerdem werden die Musikwünsche nur selten ausgeführt. Trotzdem soll aber auch mal positiv gesagt sein, dass bei den bisherigen Discos das Ambiente und die Ess- und Trinkversorgung gut waren.

Dass nun speziell eine Disco für die Unterstufe stattfinden soll, sehen wir Oberstufler dennoch als ungerecht an! Eine Überlegung wäre eventuell, dass eine "altersgerechte" Oberstufenparty stattfinden würde. Aber wo ??

Wir fordern alle SchülerInnen, vor allem aber diejenigen der Oberstufe, dazu auf, uns ihre Meinungen zu diesem Thema mitzuteilen.

Tanja D., Nadine W., Melanie H., Klasse 10 a

Samstag, 9. Februar 2008

„Hass ist das Schlimmste!“

Synagogenbesuch der Klassen 10a, 10d und 10 e in der
Stuttgarter Synagoge

Am Dienstag, den 29.Januar, besuchten 80 Schüler der Klassen 10a, 10d und 10e zusammen mit ihren Lehrern Frau Riedle, Herrn Klein und Herrn Dreher die Synagoge in Stuttgart.
Die Synagoge umfasst nicht nur den Gebetsraum der jüdischen Gemeinde, sondern einen ganzen Gebäudekomplex mit Kindergarten, Jugendclub, Schule, Altenclub, Altersheim und Restaurant. Bevor wir den Synagogenraum betraten, mussten alle ihre Rucksäcke und Taschen ablegen, normalerweise werden aus Sicherheitsgründen auch noch die Personalausweise kontrolliert. Wie uns unsere Führerin, Frau Rachel Dror, sagte, kontrolliert die Polizei jede halbe Stunde die Umgebung der Synagoge, nach öffentlichen Veranstaltungen wird der Raum von Polizeihunden nach Sprengstoff durchsucht.
Schüler:“ Ich finde es schlimm, dass die rechte Gewalt in Deutschland immer noch so präsent ist, dass Deutsche jüdischen Glaubens ständig Angst vor Anschlägen haben müssen“. Betritt man nun die 1952 wieder aufgebaute Synagoge, befindet man sich in einem weiten, schnörkellosen, hellen und einladenden Raum, in dem die hebräischen Schriftzeichen an den Wänden neugierig machen. An der linken Seitenwand sieht man zwei hellrote Gesetzestafeln eingemauert. Sie sind die einzigen Zeugen der alten Stuttgarter Synagoge, die in der Pogromnacht vom 9. November 1938 angezündet und zerstört wurde. Der damalige christliche Hausmeister rettete sie zusammen mit seinem Enkel unter Lebensgefahr aus den Trümmern und versteckte sie. Auf der Ostseite sind ganz rechts und ganz links je 6 Lichter zum Holocaustgedenken angebracht, die symbolisch an die 6 Millionen ermordeter jüdischer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern sollen.

Frau Dror machte am Anfang deutlich, dass sie „nur“ die Synagoge und den Jüdischen Glauben vorstellen, nicht aber auf die religiösen, geschichtlichen, politischen oder sozialen Hintergründe des Holocaust eingehen wolle. Zu diesen Fragen bot sie uns ihren Besuch an der Schule an.

Natürlich würde es zu weit führen, wenn wir nun in allen Einzelheiten Frau Drors Darlegungen und Erklärungen zur jüdischen Religion ausführen würden. Trotzdem einige Anmerkungen dazu, die uns überhaupt nicht bekannt waren: Jude ist man nur, wenn man von einer jüdischen Mutter geboren wurde. Will man zum Judentum übertreten, muss man die 613 Gebote und Verbote der Tora über 6 Jahre lernen und wird dann von einem Rabbiner geprüft. Außerdem findet beim Mann dann noch die Beschneidung statt. Alle Regeln der Tora, der 5 Bücher Mose also, werden von einem gläubigen Juden genau befolgt, egal ob es sich um Geburt, Taufe, Bar Mitzwa, Heirat oder Tod handelt.
Frau Dror erklärte uns dann die Bedeutung des Toraschreins, des Ewigen Lichtes darüber, der Kanzel, der Bima, des Davidsternes, der sieben- und achtarmigen Leuchter, der Symbole für die Stämme Israels an der Empore. Weiter sprach sie über die Rollen von Mann und Frau, sitzen doch beim Gottesdienst die Männer im Innenraum der Synagoge, während die Frauen auf der Empore Platz nehmen.

Wir alle empfanden die jüdische Religion in der Darstellung von Frau Dror als extrem streng !

Die zwei Stunden in der Stuttgarter Synagoge waren sowohl vom Inhalt her als auch von der Lebendigkeit und Anschaulichkeit, mit der die 87 Jahre alte Dame erzählte, total beeindruckend für uns. Es ist einfach ansprechender und interessanter, wenn man „vor Ort“ informiert wird, als wenn man im Klassen- zimmer nur liest oder sich über Bilder informiert .

„Strahlt keinen Hass aus“, gab uns Frau Dror am Schluss noch mit auf den Weg. „ Hass ist das Schlimmste!“
Hass führt zu Gegenhass. Man soll sich über Menschen keine Meinungen bilden, wenn man sie nicht kennt. Egal ob sie behindert, schwarz, weiß, asiatisch oder unterschiedlichen Glaubens sind: Alle Menschen sind gleich!

Klasse 10 a